Der Westen muss zeigen, dass es ihm um die Lösung des Konfliktes überhaupt geht.  Wenn der Westen die Strategie verfolgt, einen Krieg zwischen der  Ukraine (westliche Waffen, ukrainisches Blut) und Russland zum Dauerbrenner zu machen, sind alle oben notierten Gedanken einfach unnütz.


Seit dem Zerfall der Sowjetunion wurde Russland am laufenden Band durch den Westen gedemütigt. Die Auflösung des Warschauer Paktes hatte nicht zur logisch erscheinenden Auflösung der NATO geführt. Jugoslawien, der treue russische Verbündete in Europa, wurde von der NATO völkerrechtswidrig in Kleinstaaterei und Bürgerkrieg gebombt. Trotz aller Beteuerungen, dies zu unterlassen, rückte die NATO (fast) an die russischen Grenzen – Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Slowenien, Estland, Lettland, Litauen, Albanien, Kroatien wurden NATO-Mitglieder.


Mit der NATO kamen amerikanische Raketen. Vor 1990 standen sie in der BRD. Jetzt schmiedet die USA Pläne, bis 2015 das Raketenschild in Polen und Rumänien zu stationieren (früher war auch Tschechien im Gespräch). Den Menschen wurde eingetrichtert, die seien gegen Iran und Nordkorea gerichtet. Der russische Vorschlag, bei der amerikanischen Raketenabwehr mitzuwirken, wurde ausgeschlagen, warum wohl? Bei alledem hat es die USA ständig rigoros abgelehnt, (schriftliche) juristische Garantien zu geben, dass das System nicht auf Russland gerichtet ist. Russland kann sich dabei denken, was es will.


Wenige Minuten entfernt

Die Gespräche über den NATO-Beitritt der Ukraine werden seit 2004 immer intensiver, 2008 schien die Sache bereits entschieden zu sein. Momentan liegt die Einladung zur Aufnahme in die NATO vor, genau so wie ein Gesetzentwurf zum NATO- Beitritt im ukrainischen Parlament. Es ist ein Kampf um die Ukraine:

Die NATO will Russland auf die Pelle rücken; für Russen ist die Involvierung der Ukraine ins westliche Militärbündnis die rote Linie, die man nicht überschreiten darf. Es geht nicht um verwandtschaftliche Bande der Russen und Ukrainer, es geht nicht um gemeinsame Geschichte, nicht um wirtschaftliche Zusammenarbeit.


Es geht für Russen um das Überleben des Landes, wenn amerikanische (NATO)-Raketen direkt an der westlichen russischen Grenze stationiert werden. Wenn man Russland der (theoretischen) Möglichkeit beraubt, auf den Raketenschlag der Amerikaner zu antworten, dann gerät das gesamte Sicherheitssystem der Welt aus den Fugen. Der ABM (Anti-Ballistic Missile)-Vertrag zwischen Russland und den USA, der dieses Gleichgewicht sicherte, wurde 2002 einseitig von den USA aufgekündigt. Und genau das – Außerkraftsetzung der gesamten russischen Raketenabwehr – passiert im Zuge des (angedachten) Beitritts der Ukraine in die NATO. Mit der Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens mit der EU (das auch militärische Zusammenarbeit beinhaltet, über die die westliche Presse eisern schweigt) wurde noch ein Schritt in diese Richtung getan.


Also, die Ukraine interessiert den Westen nicht primär als (Absatz)-Markt, sondern als die Möglichkeit, seine Truppen hier zu stationieren und seine Raketen in die Nähe Moskaus zu verschieben. Die Geschwindigkeit einer amerikanischen Rakete liegt bei 7 Kilometer pro Sekunde, die Entfernung von der ukrainischen Grenze bis Moskau 400 km, die Anflugzeit der Rakete kann jeder Leser leicht ausrechnen


Zu den „bilateralen Angelegenheiten“: Es gibt heutzutage auf der Welt kaum etwas Bilaterales, wenn es um Verschiebung der Einflusssphären, um Regime-Change, um eine Umgestaltung der Grenzen geht. Sogar die kleinsten Konflikte berühren Interessen dutzender Staaten weltweit. Ein Bürgerkrieg zwischen Serben und Kosovo-Albanern war nicht bilateral, deshalb mischte sich die NATO ein. In Ruanda schlachteten Hutu Tutsi ab, das war nicht bilateral, deshalb lastet diese Million Tote auf dem Gewissen der UNO. Nicht bilateral sind japanisch-chinesische Auseinandersetzungen um eine Inselgruppe, der Nord- und Südsudan-Konflikt, die Kraftmeierei auf der Koreanischen Halbinsel. Deshalb ist das Wort „bilateral“ kein Freibrief für die Einbeziehung der Ukraine in die Interessensphäre der NATO. Russland wäre mit so einer Entwicklung geostrategisch stark benachteiligt.

Der Konflikt zwischen Russland und den Nato-Staaten um die Ukraine wird von manchen als neuer „Kalter Krieg“ bezeichnet. Das ist falsch. In Wahrheit ist dies ein Krieg, der bereits im Gange ist, und er hat ein wesentlich früheres Anfangsdatum. Das hat der Westen nur weitgehend verschlafen, die Deutschen jedenfalls völlig.


Dieser Krieg hat zwar noch keinen Namen, aber er hat einen Kriegsschauplatz, die Ukraine, und er hat ein Anfangsdatum: Am Mittwoch, den 16. Februar, so US-Präsident Biden, werde Moskau den Einmarsch in die Ukraine beginnen, hieß es. Diese Annahmen waren allesamt falsch, denn weder begann ein Schießkrieg am 16. Februar oder in den Tagen danach, noch wäre alleine die Ukraine Schauplatz der Auseinandersetzung.


In Wirklichkeit ist dies ein Krieg, der bereits im Gange ist, und er hat ein wesentlich früheres Anfangsdatum, denn es ist einer der neuen, der hybriden Kriege, welche seit den 2010er Jahren zunehmend das Kriegsbild und die Formen der Auseinandersetzung bestimmen.


Die Spielbühne, auf der die Inszenierung für das Publikum angesetzt ist, ist die Ukraine. In Wahrheit aber wird ein anderes Spiel aufgeführt, und aus der Requisite werden gewaltige Bühnenbilder hervorgezaubert und mit Nebel, Theaterdonner und Lichteffekten eindrücklich zur Geltung gebracht. Das Stück in der realen Welt spielt primär in der Welt der Infosphäre mit dem Ziel politischer Beeinflussung, und zwar zu dem Zweck durchaus realer Machtverschiebungen. Die (Haupt-)Akteure sind: Russland und die USA, alle anderen sind Statisten oder müssen gar als Bühne herhalten wie die Ukraine, auf und um deren Territorium das Stück dargeboten wird.

U.S. PREPARING FOR WAR WITH RUSSIA IN EUROPE


Ab 2016 bis zuletzt deutet die NATO-Aktivität auf die Kriegsvorbereitung hin.


MAN SPRICHT VON ÖSTLICHER FRONT


Dies wird zu einem großen Teil durch die konzertierte Anstrengung untermauert, seine Präsenz in der Nähe der russischen Grenzen zu stärken. Dies ist vor allem in Norwegen, Polen, der Ukraine sowie den baltischen Staaten der Fall.

Dies stelle einen wichtigen Bestandteil der „verstärkten Abschreckungs- und Verteidigungshaltung der NATO“ dar.


Laut der Veröffentlichung vom 21. Januar wurden in Umsetzung des Warschauer Gipfels 2016 zur Etablierung einer Vorwärtspräsenz in Polen, Estland, Lettland, Litauen sowie Norwegen die folgenden Highlights bereitgestellt:


Die NATO hat ihre Vorwärtspräsenz im östlichen Teil des Bündnisses mit vier multinationalen Gefechtsverbänden in Bataillonsgröße in Estland, Lettland, Litauen und Polen auf Rotationsbasis verstärkt.


Diese Gefechtsverbände unter der Führung des Vereinigten Königreichs, Kanadas, Deutschlands und der Vereinigten Staaten sind robuste, multinationale und kampfbereite Streitkräfte. Sie demonstrieren die Stärke der transatlantischen Bindung und machen deutlich, dass ein Angriff auf einen Verbündeten als Angriff auf das gesamte Bündnis gewertet würde.


Es ist Teil der größten Verstärkung der kollektiven Verteidigung der Allianz seit einer Generation.


Die NATO verfügt auch über eine auf den Südosten des Bündnisgebiets und die Schwarzmeerregion zugeschnittene Frontpräsenz. Verbündete steuern Kräfte und Fähigkeiten zu Lande, zu Wasser und in der Luft bei.


Das Landelement im Südosten der Allianz ist um eine multinationale Brigade unter der multinationalen Division Südost in Rumänien herum aufgebaut und koordiniert die multinationale Ausbildung durch eine kombinierte gemeinsame verbesserte Ausbildungsinitiative.


In der Luft haben mehrere Bündnispartner die Bemühungen Rumäniens und Bulgariens zum Schutz des NATO-Luftraums verstärkt.


Andere Verbündete, die ebenfalls zu dieser Vorwärtspräsenz beitragen, sind: Albanien, die Tschechische Republik, Italien, Montenegro, Polen, die Slowakei, Slowenien und Spanien tragen zur kanadisch geführten Battlegroup in Lettland bei; Belgien, Tschechien, Island, die Niederlande und Norwegen haben sich der von Deutschland geführten Battlegroup in Litauen angeschlossen; Belgien, Dänemark und Island beteiligen sich an der von Großbritannien geführten Battlegroup in Estland; und Kroatien, Rumänien und das Vereinigte Königreich haben sich der US-geführten Battlegroup in Polen angeschlossen.


Die Beschlüsse des Warschauer Gipfels 2016 wurden auch durch den Brüsseler Gipfel 2018 bekräftigt. Diese verstärkte Aktivität wird durch Folgendes gerechtfertigt:

„Russlands aggressives Vorgehen, einschließlich der Androhung und Anwendung von Gewalt zur Erreichung politischer Ziele, fordert das Bündnis heraus und untergräbt die euro-atlantische Sicherheit und die auf Regeln basierende internationale Ordnung.“

Die regelbasierte internationale Ordnung, die bis vor kurzem kein eigentliches „Regelbuch“ hatte, bis der Atlantic Council sie kodifizierte.

Hört man Tagesschau, Heute, ZDF, ARD, WDR, NDR zu könnte man meinen Goebbels berichtet aus der Ukraine


Tagesschau ist der direkte Wochenschau Nachfolger über die "Neue Deutsche Wochenschau" die dann Tagesschau wurde, Ein reiner Staatspropaganda Sender wie in Korea, China, DDR, UDSSR


„Es war ja wohl nicht Goebbels alleine, der zum totalen Krieg rief. Wir Journalisten haben mitgeschrien und mitgeschrieben. Ich sage: wir. Gewiss, ich genieße die Gnade der späten Geburt […]. Aber ich weiß sehr gut, was aus mir hätte werden können, wenn uns 1945 die Alliierten nicht die – ja Gnade ihres Sieges erwiesen hätten.“

Otto Köhler


Goebbels wollte, dass die Presse (wie Tagesschau, ARD, ZDF, WDR & Co 2022) „nicht nur informieren, sondern auch instruieren (HALTUNG DEM REGIME GEGENÜBER ZEIGEN)“ solle.


Die Presse sei „in der Hand der Regierung sozusagen ein Klavier […], auf dem die Regierung spielen kann“, sie sei „ein ungeheuer wichtiges und bedeutsames Massenbeeinflussungsinstrument […], dessen sich die Regierung in ihrer verantwortlichen Arbeit bedienen kann“, schrieb Goebbels „über die Aufgaben der Presse“. Dies zu erreichen betrachte er als eine seiner „Hauptaufgaben“ (in: Zeitungsverlag vom 18. März 1933, zit. nach Wulf 1983: 64 f.).


Das „Erlebnis“ des Krieges in der Deutschen Wochenschau. Zur Ästhetisierung der Politik im „Dritten Reich“


Auch Oberst Klein von der neuen Wehrmacht killt Menschen in Afghanistan, das Töten von Menschen ist eine moralisch gegebene Gesetzmäßigkeit in den westlichen Werten. Der Westen entscheidet wer Leben darf und wer sterben darf, welches Land existieren darf und welches Land vernichtet werden muss.


Irakische Familien machen ihrem Ärger über Morde Luft
Diejenigen, die vom Blackwater-Vorfall betroffen sind, äußern Zweifel, Misstrauen und Traurigkeit
Von Sudarsan Raghavan
Auswärtiger Dienst der Washington Post
Sonntag, 14. Dezember 2008


BAGDAD, 13. Dezember – Sie kamen für ihre Mütter und Töchter, ihre Brüder und Väter, die Jungen und Alten, die an diesem Tag starben. Einige humpelten auf Krücken herein. Anderen wurde von Verwandten geholfen. Ein Mann trug eine dunkle Sonnenbrille, um sein ruiniertes Auge zu verbergen. Eine Frau weinte offen und wischte sanft die Tränen weg, die ihr über die Wangen liefen.

Im September 2007 wurde Blackwater die Lizenz für den Irak von den dortigen Behörden entzogen, da Mitarbeiter Blackwaters nach einem angeblichen Angriff auf ihren Konvoi in eine Menschenmenge geschossen hatten. Bei diesem Vorfall wurden auf dem Nissur-Platz in Bagdad 17 Zivilisten getötet und 24 Menschen schwer verletzt

Im Oktober 2014 wurden vier Mitarbeiter des Mordes für schuldig befunden. Drei weitere Angestellte wurden wegen Totschlags im Affekt schuldig gesprochen. Das Strafmaß für vier von ihnen wurde im April 2015 festgesetzt. Es beträgt einmal lebenslange Haft wegen Mordes und dreimal 30 Jahre Freiheitsstrafe wegen Totschlags.


Academi (bis 2007 Blackwater USA, bis 2009 Blackwater Worldwide, bis 2011 Xe Services LLC [ˈzi], seit 2014 Teil der Constellis Holdings)[1] ist das größte US-amerikanische private Sicherheits- und Militärunternehmen. Laut Eigendarstellung ist das Unternehmen militärischer Dienstleister für Regierungsbehörden, Justiz und Bürger. Academi bietet ferner Training sowie die Durchführung von strategischen und punktuellen Operationen an. Wie auch das USc Militär ihre Scout Snipers besitzt, kann man über Acadami privat Killer bestellen, quasi eine Murder Limited Liability Company

Im Jahr 2014 wurde Academi mit Triple Canopy und sechs weiteren Militärdienstleistern aufgekauft und unter Constellis Holdings, Inc. zusammengefasst


Am 31. März 2004 wurden vier Angestellte der Blackwater Security Consulting, die im Irak eine Lieferung des Bewirtungsunternehmens Eurest Support Services als Sicherheitskräfte begleiteten, in der Stadt Falludscha von Aufständischen angegriffen und durch Granatbeschuss getötet. Die Leichen wurden von einer aufgebrachten Menge aus ihren Autos gezerrt, verstümmelt und später zwei von ihnen an einer Brücke des Euphrat aufgehängt. Ein Video, das die beiden aufgehängten Blackwater-Mitarbeiter zeigt, wurde von den Aufständischen gedreht und in Medienberichten verbreitet. Es war das erste Mal, dass Blackwater, die inzwischen mächtigste Privatarmee weltweit, einer größeren internationalen Öffentlichkeit bekannt wurde.


Die ukrainische Armee und Polizei wird einer Zeitung zufolge von 400 Elitesoldaten des US-Militärdienstleisters Academi - früher Blackwater -unterstützt. Das berichtet die "Bild am Sonntag" und beruft sich auf Geheimdienstinformationen.

Kämpfe gegen pro-russische Separatisten
Die schwer bewaffneten Söldner koordinierten Guerillaeinsätze rund um die ost-ukrainische Stadt Slawjansk gegen pro-russische Rebellen. Diese Information stamme von den Amerikanern.


Die private Sicherheits- und Militärfirma Academi ist besser bekannt unter ihrem alten Namen Blackwater. Das Unternehmen wurde von einem ehemaligen Navy-Seal gegründet. Die Navy-Seal, die auch die Killertruppe Scout Snipers unterhält


Im Interview mit Al-Jazeeras brillantem Mehdi Hasan erklärte der ehemalige NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen im April 2015: „Die NATO ist die erfolgreichste Friedensbewegung, die die Welt je gesehen hat.“ –Gelächter im Publikum. In ihrem NATO-Faktencheck erklärt auch die deutsche Bundesregierung, die NATO sei eine „Wertegemeinschaft,“ die „Freiheit, Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit“ promotet.


Kosovo

Die moralische Erpressung lieferte Scharping dann gleich mit: als „zivilisierte Europäer“ dürften wir die Augen nicht weiter verschließen, außer wir wollten „in die Fratze der eigenen Geschichte schauen.“


Ebenso legendär in der Kosovo-Propaganda ist Joschka Fischers „Nie wieder Auschwitz!“


Wie oft ist Hitler nicht schon von den Toten auferstanden? Corona Politik Kritiker haben in Auschwitz gemordet, Ungeimpfte waren in Ausschwitz Wärter, Klimapolitik Kritiker haben Auschwitz gebaut.


Wer anderer Meinung ist als das rot-grüne Netzwerk RND (ein weiteres Sprachrohr der antideutschen Ideologie) hat in Ausschwitz die Massengräber ausgehoben .....  Demonstranten die friedlich für Frieden, Freiheit und Demokratie in Berlin auftreten, werden vom Netzwerk umgedeutet, als wenn diese Demonstranten am helllichten Tag in Ausschwitz mit Fackeln stehen und feiern!


allet is Auschwitz watt de Rejierung nich passt


Heute wissen wir, dass all das gelogen war. Der damals leitende deutsche General bei der OSZE, Heinz Loquai, stellt zweifelsfrei fest:

„Die Legitimationsgrundlage für die deutsche Beteiligung war die so genannte humanitäre Katastrophe. Eine solche humanitäre Katastrophe als völkerrechtliche Kategorie, die einen Kriegseintritt rechtfertigte, lag vor Kriegsbeginn im Kosovo nicht vor.“

Und Norma Brown, US-Diplomatin im Kosovo, ergänzt: „Jeder wusste, dass es erst zu einer humanitären Krise kommen würde, sobald die NATO bombardiert.“

Auf die Farce vermeintlicher Diplomatiebemühungen, die von der NATO derart konstruiert waren, dass sie scheitern mussten, folgten ab März 1999 schließlich 78 Tage, in denen NATO-Kampfjets Serbien und den Kosovo bombardierten – ohne UN-Mandat, ohne Zweifel völkerrechtswidrig also, ein illegaler Krieg.


Der “Kreuzzug” in Afghanistan

Wenige Wochen nach den Anschlägen vom 11. September erklärten die USA ihren War on Terror, der die Welt erneut in zwei Lager einteilen sollte: „Either you are with us, or you are with the terrorists.“ Die erste Etappe war Afghanistan – ein Krieg, den der hochreligiöse George W. Bush als „Kreuzzug“ bezeichnete und der zum längsten Krieg in der Geschichte der USA werden sollte.

Osama bin Laden sei der Kopf hinter 9/11, die Taliban gewährten ihm Unterschlupf und deshalb müsse die USA in Afghanistan einmarschieren – so die gängige Lesart des Krieges.


Libyen – die NATO als „Al-Qaidas Luftwaffe“

Die anfangs friedlichen Demonstrationen zum Arabischen Frühling in Libyen 2011 eskalierten immer öfter zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Gaddafi-Treuen innerhalb des libyschen Militärs einerseits und andererseits von Hillary Clinton und Frankreich massiv hochgerüsteten Dschihadisten, die schnell den friedlichen Protest unterwanderten (die Waffenlieferungen des Westens verstießen gegen das UN-Waffenembargo gegen Libyen und waren demnach illegal). Von der interventionistischen NATO-Führung wurde unter dem Vorwand des Schutzes der libyschen Zivilbevölkerung ein Kriegseintritt der NATO forciert. Insbesondere die UN-Vetomächte Russland und China waren jedoch gegen einen Militäreinsatz, denn sie befürchteten mit Saddams Irak 2003 im Hinterkopf einen erneuten Regime Change eines unliebsamen Diktators durch den Westen. Beide enthielten sich letztlich jedoch ihres Vetos, was zur Verabschiedung der UN-Resolution 1973 führte, die unter anderem die Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen vorsah.


Die USS Barry feuert am 19. März 2011 vom Mittelmeer aus einen Tomahawk-Marschflugkörper auf die libysche Küste. By Roderick Eubanks, U.S. Navy, Wikimedia Commons

Es folgte die monatelange Bombardierung Libyens durch NATO-Truppen, allen voran Frankreich, gefolgt von Großbritannien und den USA, an deren Ende mit der Ermordung Gaddafis eben doch der befürchtete Regime Change stand, und so aus einer völkerrechtsgedeckten Intervention mit UN-Mandat ein illegaler Angriffskrieg wurde. (Neben dem eklatanten Wortbruch der NATO im Zuge ihrer Osterweiterung – die NATO werde sich „nicht einen Inch nach Osten ausdehnen“ sehe ich übrigens in genau diesem Missbrauch der UN-Resolution 1973 und der Missachtung Russlands und Chinas den zweiten wesentlichen Ursprung für die gegenwärtige Vertrauenskrise zwischen Ost und West.)